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Rekordstarterfeld, neues Streckenkonzept und abwechslungsreiches Wetter beim ECHT Endurocup in Reetz

Rekordstarterfeld, neues Streckenkonzept und abwechslungsreiches Wetter beim ECHT Endurocup in Reetz

Mit dem vorletzten Rennwochenende der Saison 2026 startete der ECHT Endurocup in Reetz endgültig in den Saisonendspurt. Nach den vergangenen Läufen mit ganz unterschiedlichen Bedingungen wartete beim nördlichsten Gastspiel des Jahres erneut eine besondere Herausforderung auf die Teilnehmer.

Während sich die Fahrer in Trstenice noch mit Regen und schlammigen Passagen auseinandersetzen mussten, hatte sich Lauchhammer zuletzt von der komplett anderen Seite gezeigt. Staub, trockener Boden und Temperaturen von über 30 Grad bestimmten dort das Geschehen. Sportlich hatten sich unter anderem Arvid Meyer beim 4h Endurosprint und Maik Schubert im CrossCountry in Szene gesetzt. Ein besonders erfolgreiches Wochenende hatte Karl Rink erlebt, der an beiden Tagen seine Klasse gewinnen konnte.

In Reetz wartete nun erneut eine der abwechslungsreichsten und längsten Runden des Jahres. Die bekannte Mischung aus Sandgrube, Feldpassagen und Waldabschnitten blieb erhalten, allerdings präsentierte der MSC Burg Eisenhardt e.V. für das diesjährige Rennwochenende ein überarbeitetes Streckenkonzept. Viele der bisherigen Wellen in den Waldabschnitten waren bereits im Vorfeld begradigt worden, wodurch die Strecke deutlich flüssiger wurde. Das neue Konzept ging insgesamt hervorragend auf und sorgte für eine anspruchsvolle, aber zugleich sehr gut fahrbare Runde.

Zusätzlich sorgte die Integration des SAE Cup für ein großes Fahrerfeld und noch einmal mehr Betrieb auf der Strecke. Am Samstag stand zunächst der 4h Endurosprint auf dem Programm, bevor am Sonntag das 3h CrossCountry folgte.

Vor allem der Samstag brachte dabei noch eine zusätzliche Herausforderung mit sich. Das Wetter zeigte sich ausgesprochen wechselhaft. Stürmische Abschnitte und immer wieder einsetzende Regenschauer wechselten sich ab und veränderten die Bedingungen im Laufe des Tages mehrfach. Der guten Strecke tat dies jedoch keinen Abbruch. Vielmehr zeigte sich, dass das neue Konzept auch unter wechselnden Wetterbedingungen hervorragend funktionierte.

Rekordstarterfeld beim 4h Endurosprint

Der Samstag brachte in Reetz gleich einen neuen Bestwert. Beim 4h Endurosprint ging das größte Fahrerfeld an den Start, das der ECHT Endurocup bei seinem Gastspiel in Reetz bislang verzeichnen konnte. Durch die Integration der SAE-Fahrer war die Strecke entsprechend gut gefüllt. Die lange Runde sorgte allerdings dafür, dass sich das Feld schnell auseinanderzog.

Neben dem wechselhaften Wetter wurden vor allem einige der schwierigen Auffahrten zur Herausforderung. Dort hatten zahlreiche Fahrer ihre Probleme, wobei die Bedingungen durch die zwischenzeitlichen Regenschauer zusätzlich wechselten. Insgesamt bestätigte die Strecke damit ihren anspruchsvollen Charakter, ohne dass das neue, flüssigere Konzept verloren ging.

Eine besondere Situation ergab sich in der Enduro 11 mit den Elektromotorrädern. Aufgrund der außergewöhnlich langen Runde zeigte sich im Rennverlauf, dass die vorhandenen Akkukapazitäten für die ursprünglich vorgesehene Distanz nicht ausreichen würden. Die Fahrer entschieden sich deshalb gemeinsam dazu, ihre Renndistanz entsprechend zu verkürzen.

Sportlich lieferte die große Enduro 3 eines der interessantesten Ergebnisse. Moritz Schöpferling setzte sich mit einer Wertungszeit von 50:45 Minuten durch. Nur 1:03 Minuten dahinter folgte Karl Rink, der damit nach seinen beiden Klassensiegen zuletzt in Lauchhammer erneut ganz vorne zu finden war. Felix Wiche komplettierte mit 52:53 Minuten das Podium.

Bei den Sportfahrern der Enduro 4 setzte sich Eddie Findling durch. Er absolvierte als einer von zwei Fahrern seiner Klasse die komplette Vorgabe von neun Runden und gewann mit einer Prüfungszeit von 58:45 Minuten vor Nik Ahland. In der Enduro 1 ging der Sieg an Stefan Schulz, während Karl Jost die Enduro 2 gewann.

Eng ging es auch in der Teamklasse zu. Franz und Thomas Arnold entschieden die Enduro 8 mit 53:41 Minuten für sich. Lediglich 28 Sekunden dahinter folgten Christian Nicklaus und Felix Bopp auf Rang zwei. Tino Fricke und Hannes Volker Meyer belegten den dritten Platz.

Weitere Klassensiege gingen unter anderem an Tino Bauer in der Enduro 5, Dirk Mager in der Enduro 6, Heiko Simon in der Enduro 7, Noah Rübesamen in der Enduro 9 und Rosa Strobel bei den Damen der Enduro 10. Damit bot der Samstag trotz Sturm, Regenschauern und einiger anspruchsvoller Streckenstellen einen gelungenen Auftakt in das Rekordwochenende von Reetz.

Sonnenschein und faire Bedingungen beim 3h CrossCountry

Nach dem turbulenten Wetter am Samstag zeigte sich Reetz am Sonntagmorgen von einer deutlich freundlicheren Seite. Als um 10 Uhr das 3h CrossCountry gestartet wurde, lachte endlich die Sonne auf die erneut gut gefüllten Startreihen. Damit fanden die Teilnehmer zum Abschluss des Rennwochenendes deutlich angenehmere äußere Bedingungen vor.

Auch bei der Streckenführung reagierte der MSC Burg Eisenhardt e.V. auf die Erfahrungen des Vortages. Einige Passagen wurden für das dreistündige Rennen aus der Runde herausgenommen. Dazu gehörten insbesondere jene schwierigen Auffahrten, die am Samstag noch für Staus gesorgt hatten. Damit sollten im großen Fahrerfeld möglichst faire Bedingungen geschaffen und unnötige Wartezeiten vermieden werden. Der abwechslungsreiche Charakter der langen Reetzer Runde blieb dennoch erhalten.

Sportlich setzte Karl Rink seine starke CrossCountry-Saison fort. In der Enduro 3 war er der einzige Fahrer seiner Klasse, der zehn Runden absolvierte, und sicherte sich damit den Sieg vor Stefan Lades und Robin Hörnicke mit jeweils neun Runden. Nach Rang zwei beim 4h Endurosprint am Samstag stand Rink damit zum Abschluss des Wochenendes wieder ganz oben.

Auch in der Sportfahrerklasse Enduro 4 fiel die Entscheidung über die Rundenzahl. Maik Schubert absolvierte ebenfalls zehn Runden und gewann vor Tino Fricke und Felix Wiche, die jeweils neun Umläufe schafften. Damit bestätigte Schubert seine starke Form im 3h CrossCountry, nachdem er bereits beim vorherigen Lauf in Lauchhammer erfolgreich gewesen war.

Besonders knapp wurde es in der Teamklasse. Christian Nicklaus und Felix Bopp sowie Marcel Kreutzer und Nils Leipold absolvierten jeweils zehn Runden. Am Ende entschieden gerade einmal 16 Sekunden das Rennen zugunsten von Nicklaus/Bopp. René Albrecht und Bernd Preisser komplettierten mit neun Runden das Podium.

Weitere Klassensiege gingen an Jan Pollmar in der Enduro 1, Maurice Zimmermann in der Enduro 2, Christian Grande in der Enduro 5, Andreas Kind in der Enduro 6 und Steffen Scharrig in der Enduro 7. In der Enduro 9 setzte sich Samy Gerlach durch, während Magdalena Höfer die Damenklasse Enduro 10 gewann.

Damit ging ein großes und abwechslungsreiches Rennwochenende in Reetz bei besten Bedingungen zu Ende. Das überarbeitete Streckenkonzept bewährte sich an beiden Tagen und der MSC Burg Eisenhardt e.V. präsentierte den Teilnehmern trotz des Rekordstarterfeldes eine Veranstaltung, die dem vorletzten Saisonstopp des ECHT Endurocup einen würdigen Rahmen bot.

Großes Lob für Verein und Fahrer

Zum Abschluss des Rennwochenendes zog auch Serienchef Mario Dietzel ein durchweg positives Fazit. Ein großes Lob richtete er an den MSC Burg Eisenhardt e.V., der mit einer hervorragend vorbereiteten Strecke und einer starken Organisation beste Voraussetzungen für das große Rennwochenende geschaffen hatte. Gerade das neue Streckenkonzept erwies sich als voller Erfolg und zeigte, welches Potenzial das Gelände in Reetz bietet.

Ebenso bedankte sich Dietzel bei den Fahrern für die Kameradschaft untereinander. Gerade an den schwierigeren Stellen am Samstag zeigte sich einmal mehr der Zusammenhalt im Fahrerfeld. Positiv hervorgehoben wurde zudem, dass das Fahrerlager nach der Veranstaltung sauber hinterlassen wurde – ein Punkt, der für die Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Grundstückseigentümern von großer Bedeutung ist.

Auch die Integration des SAE Cup in das Fahrerfeld des ECHT Endurocup funktionierte reibungslos. Trotz des dadurch nochmals größeren Teilnehmerfeldes griffen die Abläufe problemlos ineinander und beide Serien konnten gemeinsam ein gelungenes Rennwochenende absolvieren.

Damit fällt das Fazit für Reetz rundum positiv aus: ein Rekordstarterfeld, ein gelungenes neues Streckenkonzept, eine starke Organisation und ein faires Miteinander sorgten für einen würdigen vorletzten Saisonstopp. Nun richtet sich der Blick auf Döbritz, wo das Saisonfinale des ECHT Endurocup 2026 auf dem Programm steht.

Fotos: DG Design/Denis Günther