
Staub, Hitze und volle Starterfelder – Gelungene Premiere des ECHT Endurocup in Lauchhammer
Nach dem Rennwochenende im tschechischen Trstenice wartete auf die Fahrer des ECHT Endurocup am 08. und 09. August eine echte Premiere. Erstmals gastierte die Serie in Lauchhammer und brachte damit nach langer Pause wieder eine größere Enduroveranstaltung an den traditionsreichen Standort zurück. Bereits in den 2000er- und 2010er-Jahren fanden auf dem Gelände verschiedene Offroadrennen statt, ehe es in den vergangenen Jahren ruhiger geworden war.
Einen ersten Vorgeschmack hatte es bereits einige Wochen zuvor bei einer RacePreps-Trainingsveranstaltung gegeben. Damals präsentierte sich das Gelände noch extrem schlammig. Beim eigentlichen ECHT-Endurocup-Wochenende zeigte Lauchhammer nun sein vollkommen anderes Gesicht: trockener Boden und eine entsprechend starke Staubentwicklung bestimmten die Rennen. Vor allem am Sonntag wurde es mit Temperaturen von über 30 Grad zusätzlich zu einer körperlichen Herausforderung für die Teilnehmer.

Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen gingen beide Renntage problemlos über die Bühne. Der 4×4 Adventure Club zeigte nach einer längeren Pause von Rennveranstaltungen, dass das Gelände beste Voraussetzungen für den Endurosport bietet. Auch organisatorisch passten die Rahmenbedingungen für einen Lauf des ECHT Endurocup. Ein besonderes Lob verdiente sich zudem das Catering, das Fahrer, Teams und Besucher über das gesamte Wochenende bestens versorgte.
Sportlich bot das Gelände genau den abwechslungsreichen Mix, der bereits im Vorfeld erwartet worden war. Waldpassagen, kleinere Auf- und Abfahrten sowie Abschnitte der Motocross-Strecke bildeten die Grundlage für die Rennen. Trotz der teilweise erheblichen Staubentwicklung konnten beide Wettbewerbe ohne größere Probleme durchgeführt werden.
Am Samstag stand zunächst der nächste Meisterschaftslauf der 4-Stunden-Endurosprint-Serie auf dem Programm. Einen Tag später übernahmen die Fahrer des 3-Stunden-CrossCountry, die bei der größten Hitze des Wochenendes noch einmal besonders gefordert waren.
Volles Starterfeld und sportliche Rundenvorgabe beim 4h Endurosprint
Bereits am Samstag zeigte sich, dass die Premiere in Lauchhammer bei den Fahrern bestens angenommen wurde. Das Starterfeld des 4h Endurosprints war komplett ausgebucht, sodass vor Ort keine weiteren Nennungen mehr angenommen werden konnten. Entsprechend viel Betrieb herrschte auf der Strecke und in den Sonderprüfungen.

Mit einer Vorgabe von bis zu 15 Runden hatten die Organisatoren zudem ein durchaus sportliches Programm angesetzt. Gerade angesichts der hohen Starterzahl sowie der trockenen und staubigen Bedingungen war keineswegs selbstverständlich, dass die komplette Distanz erreicht werden würde. Dennoch meisterte der Großteil des Feldes die Herausforderung und absolvierte alle vorgesehenen Runden.
Sportlich gab es an der Spitze erneut eine starke Vorstellung von Arvid Meyer. Der Tabellenführer der Sportfahrerklasse setzte sich mit einer Prüfungszeit von 1:04:52 Stunden durch. Dahinter folgte Justin Miguel Geschke mit 1:06:05 Stunden, während Einar Meyer in 1:06:21 Stunden Rang drei belegte. Damit lagen die drei Schnellsten trotz der langen Renndistanz vergleichsweise eng beieinander.

Auch in den zahlreichen weiteren Klassen wurde um jede Sekunde gekämpft. Stefan Schulz setzte sich in der Enduro 1 durch, Karl Jost gewann die Enduro 2 und Karl Rink war in der Enduro 3 erfolgreich. Bei den Senioren gingen die Klassensiege unter anderem an Tino Bauer und Daniel Rühle. Besonders knapp fiel die Entscheidung dabei in der Enduro 5 aus: Gerade einmal sechs Sekunden trennten Sieger Tino Bauer von Thomas Frank.
Pech gab es dagegen für die Paarung Erik Neubert / Christian Nicklaus in der Teamklasse. Dem Duo fehlte am Ende eine gewertete Sonderprüfung. Besonders bitter: Mit ihrer ansonsten gefahrenen Leistung hätte es für den Klassensieg gereicht. So ging der Erfolg in der Teamwertung schließlich an Thomas und Franz Arnold.
Damit bot bereits der Samstag in Lauchhammer nicht nur ein bis auf den letzten Platz gefülltes Fahrerfeld, sondern auch sportlich einige interessante Entscheidungen. Trotz Staub, hoher Rundenzahl und des großen Andrangs lief der 4h Endurosprint problemlos über die Bühne.
Karl Rink legt am Sonntag direkt nach
Am Sonntag gehörte die Strecke dann den Fahrern des 3h CrossCountry. Bei Temperaturen von über 30 Grad und weiterhin trockenen sowie staubigen Bedingungen wurde der dreistündige Lauf vor allem körperlich zu einer Herausforderung. Dennoch verlief auch der zweite Renntag ohne größere Probleme.
Besonders im Fokus stand einmal mehr Karl Rink. Bereits am Samstag hatte er beim 4h Endurosprint die Enduro 3 für sich entschieden und ließ am Sonntag direkt den nächsten Klassensieg folgen. Mit 16 absolvierten Runden setzte er sich in der Enduro 3 vor Oskar Jaeschke durch, der ebenfalls auf 16 Runden kam. Rang drei ging mit 15 Runden an Andreas Bach. Damit beendete Rink sein Wochenende in Lauchhammer mit der optimalen Ausbeute von zwei Klassensiegen bei zwei Starts.

Ebenfalls 16 Runden absolvierte Maik Schubert, der sich in der Sportfahrerklasse Enduro 4 durchsetzte. Hinter ihm belegten Tino Fricke und Denis Brausse die weiteren Podestplätze. Auch Kai Uebe in der Enduro 1 und Max Brausse in der Enduro 9 schafften jeweils 16 Runden und holten damit ihre Klassensiege.
Eine kleine Wiedergutmachung gab es für Christian Nicklaus und Erik Neubert. Nachdem ihnen am Samstag eine nicht gewertete Prüfung den möglichen Sieg in der Teamklasse gekostet hatte, lief es am Sonntag besser. Mit 16 Runden gewannen sie die Enduro 8 vor Lukas Waldapfel / Janek Merkel, die ebenfalls die volle Rundenzahl erreichten.

Weitere Klassensiege gingen an Fabian Knopp in der Enduro 2, Max Sperling in der Enduro 5, Andreas Kind in der Enduro 6 und Peter Staudigl in der Enduro 7. Bei den Damen wurde Sina Kraska als Siegerin der Enduro 10 gewertet.
Zwei Entscheidungen stehen im September noch bevor
Nach dem gelungenen Rennwochenende in Lauchhammer geht der ECHT Endurocup zunächst in eine kurze Pause. Entschieden ist in der Saison 2026 allerdings noch lange nichts, denn im September stehen noch zwei Rennwochenenden auf dem Programm. Zunächst geht es nach Reetz, bevor beim großen Saisonfinale in Döbritz die letzten Meisterschaftspunkte des Jahres vergeben werden.
Für Reetz wartet dabei noch eine zusätzliche Besonderheit: Auch die Fahrer des SAE Cup werden in das Starterfeld integriert und sorgen damit für ein nochmals größeres und abwechslungsreiches Teilnehmerfeld.
Wer beim vorletzten Saisonstopp dabei sein möchte, sollte den heutigen Nachmittag im Blick behalten: Die Online-Nennung für Reetz öffnet bereits heute. Damit beginnt endgültig die entscheidende Phase im Kampf um die Meisterschaften des ECHT Endurocup 2026.
Alle weiteren Infos zur Serie gibt es wie immer unter: www.endurocup.de
Fotos: DG Design/Denis Günther
