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ECHT Endurocup feiert anspruchsvolles Saisonfinale im eigenen Wohnzimmer

ECHT Endurocup feiert anspruchsvolles Saisonfinale im eigenen Wohnzimmer

Zum Abschluss der Saison 2026 wartete auf die Fahrer des ECHT Endurocup noch einmal eine Premiere. Erstmals wurde das große Saisonfinale in Döbritz ausgetragen – und damit gewissermaßen im eigenen Wohnzimmer der Serie. Die Organisation des ECHT Endurocup ist im direkten Umfeld angesiedelt, entsprechend passend war der Austragungsort für den letzten großen Höhepunkt des Jahres.

Geplant war dabei ein regelrechtes Mammutwochenende. Döbritz gehört erfahrungsgemäß zu den Veranstaltungen mit besonders großen Starterfeldern. Um dem erwarteten Andrang gerecht zu werden und allen Teilnehmern faire Bedingungen zu ermöglichen, wurde beim 4h Endurosprint am Samstag das Fahrerfeld auf zwei getrennte Läufe aufgeteilt. Damit wartete bereits am ersten Tag ein umfangreiches Programm auf Fahrer, Helfer und Organisation.

Nach dem sportlichen Teil war der Samstag allerdings noch lange nicht beendet. Am Abend standen die Ehrungen auf dem Programm, die gemeinsam mit einer kleinen Party einen passenden Rahmen für den Saisonabschluss bildeten. Damit wurde nicht nur auf die Leistungen des Tages, sondern auch auf eine lange und abwechslungsreiche Saison zurückgeblickt.

Am Sonntag folgte schließlich das 3h CrossCountry und damit der letzte sportliche Teil des ECHT Endurocup 2026. Auch hier wurden am Nachmittag im Anschluss an das Rennen die erfolgreichen Fahrer geehrt.

Nur das Wetter schien sich auf das große Finale deutlich weniger zu freuen. Während der Samstag noch bessere Bedingungen bot, zeigte sich Döbritz am Sonntag von seiner ungemütlichen Seite. Bereits am Morgen hatte es geregnet, im Verlauf des Rennens kam weiterer Niederschlag hinzu. Auf der ohnehin anspruchsvollen Strecke erhöhte dies den Schwierigkeitsgrad noch einmal deutlich.

Geteiltes Fahrerfeld eröffnet den Finalsamstag

Aufgrund des großen Starterfeldes wurde der 4h Endurosprint in Döbritz auf zwei Läufe verteilt. Den Auftakt machten am Samstagmorgen die Senioren, Damen und Junioren. Je nach Klasse waren dabei unterschiedliche Rundenvorgaben zu absolvieren, wobei zwei Sonderprüfungen in die Wertung einflossen.

In der Enduro 5 entwickelte sich ein besonders enger Kampf um den Sieg. Stefan Dietzel setzte sich nach acht Runden mit einer Wertungszeit von 56:20 Minuten durch. Gerade einmal 21 Sekunden dahinter folgte Tino Bauer, während Bernd Preisser mit 57:59 Minuten den dritten Platz belegte.

Auch in den weiteren Seniorenklassen gab es zum Saisonabschluss noch einmal interessante Entscheidungen. Frank Hermsdorf-Gatzsch gewann die Enduro 6 vor Kai Sander und Marko Ott. In der Enduro 7 setzte sich Peter Staudigl mit 50:01 Minuten vor Heiko Simon und Uwe Pomp durch.

Bei den Junioren der Enduro 9 ging der Tagessieg an Michel Schettler. Er setzte sich vor Oskar Jaeschke und Carlo Rudolph durch. Schettler und Jaeschke trennten nach acht gewerteten Runden lediglich 1:33 Minuten.

Ein gut besetztes Feld gab es auch bei den Damen. Magdalena Höfer gewann die Enduro 10 mit einer Wertungszeit von 48:24 Minuten. Dahinter folgten Kim Sobania und Rosa Strobel.

In der Enduro 11 entschied Kristian Fritsche den ersten Lauf des Finaltages für sich. Mit 43:46 Minuten lag er lediglich 36 Sekunden vor Gustav Sehr, Rang drei ging an Frank Schneider.

Damit war der erste Teil des Mammutprogramms am Samstag absolviert. Während die Fahrer des Vormittags ihre letzten Punkte der Saison eingefahren hatten, bereitete sich bereits das zweite Starterfeld auf seinen Lauf am Nachmittag vor.

Arvid Meyer setzt sich im zweiten Lauf durch

Am Nachmittag folgte ab 14:30 Uhr der zweite Lauf des 4h Endurosprints. Nun waren die Klassen Enduro 1 bis 4 sowie die Teamklasse an der Reihe. Auch hier wartete noch einmal die anspruchsvolle Döbritzer Strecke.

Bei den Sportfahrern der Enduro 4 setzte sich Arvid Meyer durch. Mit einer Wertungszeit von 56:13 Minuten gewann er vor Emil Kessler, der 57:42 Minuten benötigte. Benjamin Richter komplettierte mit 58:18 Minuten das Podium. Damit lagen die drei Schnellsten nach dem langen Renntag gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten auseinander.

Einen weiteren Erfolg feierte Karl Rink. Nach seinen starken Auftritten bei den vergangenen Veranstaltungen gewann er in Döbritz die Enduro 3 mit 57:05 Minuten. Dabei ging es an der Spitze besonders eng zu: Moritz Schöpferling fehlten lediglich 47 Sekunden zum Sieg, während Chris Burkhardt den dritten Rang belegte.

In der Enduro 1 setzte sich Piet Fischer mit 58:32 Minuten vor Lenny Krumbiegel und Lutz Felchner durch. Den Sieg in der Enduro 2 holte sich Fabian Dick, der nach neun Runden auf 58:43 Minuten kam und damit Paul Koeppen sowie Christian Pest auf die weiteren Plätze verwies.

Spannend wurde es auch in der gut besetzten Teamklasse Enduro 8. Tom Rossram und Daniel Krause entschieden das Finale mit 1:02:27 Stunden für sich. Thomas und Franz Arnold folgten lediglich 55 Sekunden dahinter, während Christian Nicklaus und Eric Neubert mit 1:03:53 Stunden Rang drei erreichten.

Mit dem Zieleinlauf des zweiten Feldes ging schließlich ein außergewöhnlich langer Endurosprint-Tag zu Ende. Die Aufteilung auf zwei Läufe hatte sich angesichts des großen Starterfeldes bewährt und ermöglichte auch beim Saisonfinale einen geordneten Rennablauf. Danach verlagerte sich das Geschehen vom sportlichen Teil zur Abschlussfeier und den Ehrungen am Samstagabend.

Regen macht das 3h CrossCountry zum anspruchsvollen Saisonabschluss

Am Sonntag zeigte sich Döbritz dann von einer völlig anderen Seite. Bereits am Morgen hatte es geregnet und entsprechend verändert präsentierte sich die Strecke zum Start des 3h CrossCountry um 10 Uhr. Was auf trockenem Untergrund ohnehin schon anspruchsvoll war, verlangte den Fahrern nun noch mehr Gefühl und Konzentration ab.

Zunächst blieb es während des Rennens noch weitgehend trocken, doch etwa zur Halbzeit setzte erneut Regen ein. Vor allem die zahlreichen Steine auf der Döbritzer Strecke wurden dadurch zunehmend rutschig. Linien, die in den ersten Runden noch problemlos funktionierten, wurden schwieriger und der letzte Lauf der Saison entwickelte sich noch einmal zu einer echten Herausforderung.

Sportlich gehörten Karl Rink und Maik Schubert zu den bestimmenden Fahrern des Tages. Rink setzte seine Erfolgsserie in der Enduro 3 fort und war als einziger Fahrer seiner Klasse über zehn Runden unterwegs. Nach 3:11:28 Stunden überquerte er das Ziel und gewann vor Stefan Lades und Heinrich Trögel, die jeweils neun Runden absolvierten. Damit krönte Rink ein starkes Finalwochenende, nachdem er bereits am Samstag den 4h Endurosprint seiner Klasse gewonnen hatte.

Auch Maik Schubert ließ sich von den zunehmend schwierigen Bedingungen nicht aufhalten. Der Sportfahrer der Enduro 4 absolvierte ebenfalls zehn Runden und gewann mit einer Fahrzeit von 3:11:30 Stunden. Denis Brausse und Tino Fricke folgten mit jeweils neun Runden auf den weiteren Positionen.

In der Teamklasse Enduro 8 schafften ebenfalls zwei Paarungen die Marke von zehn Runden. Christian Nicklaus und Eric Neubert sicherten sich nach 3:09:55 Stunden den Sieg vor Chris Burkhardt und Jörg Neubauer. Marcel Kreutzer und Fabian Dick komplettierten mit neun Runden das Podium.

In der Enduro 1 ging der Sieg an Max Brausse, der ebenfalls zehn Runden absolvierte. Max Hunger gewann die Enduro 2, während sich Patrick Spiess in der Enduro 5 und Andre Geschke in der Enduro 6 durchsetzten. Bei den ältesten Teilnehmern der Enduro 7 ging der Sieg an Peter Staudigl.

Bei den Nachwuchsfahrern der Enduro 9 gewann Linus Albert mit neun Runden vor Samy Gerlach und Sina Kraska. Den letzten Klassensieg bei den Damen der Enduro 10 holte sich Rosa Strobel, die acht Runden absolvierte.

Damit verlangte der letzte Wettbewerb des Jahres den Fahrern noch einmal alles ab. Regen, rutschige Steine und die ohnehin anspruchsvolle Strecke von Döbritz sorgten dafür, dass das 3h CrossCountry zu einem würdigen und fordernden sportlichen Schlusspunkt der Saison 2026 wurde.

Nach dem Zieleinlauf folgten am Sonntagnachmittag noch die Ehrungen der CrossCountry-Fahrer. Damit endete ein umfangreiches Finalwochenende mit zwei Endurosprint-Läufen, dem abschließenden 3h CrossCountry und den jeweiligen Ehrungen. Gleichzeitig fiel damit auch der Vorhang für die Saison 2026 des ECHT Endurocup – erstmals beim Finale im eigenen Wohnzimmer in Döbritz.

Fotos: DG Design / Denis Günther