Das Jahr 2020 ist sicherlich eines zum Merken, würdig war der motorsportliche Abschluss beim MC Münchenbernsdorf e.V. im ADAC allemal und die Saison als solche, naja, nennen wir sie eben mal eine merkwürdige. Corona hielt nicht nur Deutschland und die Welt, sondern eben auch den Sport in allen Bereichen und somit natürlich auch den Offroad- und Endurosport in Atem.

Wie das im kommenden Jahr aussehen wird, lässt sich heute natürlich überhaupt noch nicht sagen. Und während allenorts über verschärfte Maßnahmen in Sachen Corona-Regeln nachgedacht wird und auch ein zweiter Lockdown bei unseren Politikern schon längst kein Tabu-Thema mehr ist, kann der Endurocup, die Herausforderung aus Thüringen ECHT auf eine geschrumpfte aber doch schöne Saison zurückblicken. Am Ende standen nur drei Veranstaltungen zu Buche "und nach den ersten Absagen und Verschiebungen war schon früh im Jahr klar, dass es in diesem Jahr keine Meisterschaftswertung geben wird und kann, da sich eben schon im April nicht sagen ließ, wie wir dieses Jahr überhaupt über die Bühne bringen können", so Mario Dietzel, Mitglied des ECHT e.V.-Organisationsteams.

Für alle die, die sich zu Beginn diesen Jahres für die Meisterschaft eingeschrieben und auch ihre Einschreibegebühr bezahlt haben: das Geld ist nicht verloren, sondern die Einschreibegebühr gilt automatisch für die Meisterschaft des kommenden Jahres. Da es nun in dieser Saison leider keine Meisterschaftswertung gab, fällt auch und vor allem wegen Corona und den noch zu erwartenden Einschränkungen auch die gemeinsame Saisonabschluss-Party, gemeinhin auch als Meisterschaftsfeier bezeichnet, aus. "Was das angeht, da hoffen wir natürlich auch auf das kommende Jahr", schließlich sind die ECHT-Meisterschaftsfeiern ja mittlerweile schon berühmt und berüchtigt.

Schon mit dem Ende der diesjährigen ECHT-Saison haben übrigens auch die Planungen für das kommende Jahr begonnen. "Wir sehen optimistisch in die Zukunft und planen auf jeden Fall mit sechs bis sieben Veranstaltungen", so Dietzel. Angedacht ist, dass der Saisonauftakt, wie schon in den vergangenen Jahren, in Döbritz über die Bühne gehen soll. Recht sicher ist auch der MC Münchenbernsdorf im kommenden Jahr mit von der Partie. "Es war eine Weile recht ruhig um den Verein, aber was die hier für unseren Saisonabschluss auf die Beine gestellt haben, das hat uns beeindruckt." Die Strecke hatte es in sich, echtes Enduro und eben tatsächlich auch eine Herausforderung. "Das war erst der Anfang, wir wollen hier in den kommenden Jahren noch einiges auf die Beine stellen", so Jörg Thomae, der maßgeblich für die Gestaltung der diesjährigen Endurostrecke verantwortlich zeichnete. Am Wochenende waren die Münchenbernsdorfer fast durchgängig mit 20 Leuten im Einsatz, "In den letzten zwei drei Wochen mit mindestens genauso vielen Leuten noch jeden Abend in der Vorbereitung des ganzen."

Durch den Regen hatte am Samstag die Sonderprüfung auf dem ans Enduro-Gelände grenzenden Acker mächtig gelitten und war für viele zu einem fast nicht machbaren Hindernis geworden. Thomae und sein Team steckten noch in der Nacht in völliger Dunkelheit einen komplett neuen Kurs für das 3-Stunden-Rennen am Sonntag. Gespräche für das kommende Jahr sind noch am Sonntag geführt worden und man darf gespannt sein, was der Verein beim nächsten ECHT-Termin auf die Beine stellt.

In der E1-Klasse siegte beim 4-Stunden-ECHT-Lauf Nick Bodenlos, der in der bisherigen Saison schon mit zwei sechsten Plätzen ins Ziel gefahren war. Bester E2-Pilot war zum dritten Mal im dritten Rennen Luis Staltmeier vom Team MXtreme, die wieder aus dem bajuvarischen angereist waren. Schnellster Mann des Tages in der E3-Klasse war mit Max Knott ein weiterer Fahrer vom Team MXtreme. Bei den Sportfahrern holte sich Garry Dittmann nach Großlöbichau einen weiteren Sieg, schnellste Dame war Celine Heistermann. Bei den Senioren siegte zur Abwechslung mal nicht Marko Ott. Den Pokal für Platz eins holte sich Daniel Peukert, sein Sohn Lenny Peukert wurde übrigens Zweiter bei den Junioren. Bei den "älteren" Senioren ließ Georg Witte einem zweiten Platz und einem Sieg symbolisch ein weiteres oberstes Podium folgen (auch wenn auf die Siegerehrung, wie zuletzt auch in Großlöbichau, verzichtet wurde).

Den Teamsieg sicherten sich Pierre Seifert und sein Partner, schnellster Junior war Clemens Voigt, der damit nach Drmoul seinen zweiten Saisonsieg feiern konnte. In der wieder stark besetzten Gästeklasse freute sich Manuel Beyhl über den Sieg zum Saisonabschluss. Das war dann vorerst auch das letzte Rennen einer Gästeklasse. "In der kommenden Saison werden sich diese Fahrer wieder in ihre entsprechenden Enduro-Klassen einreihen müssen", so Daniel "Winni" Winndorf, ebenfalls Mitglied im Orga-Team. Hintergrund dieser Entscheidung: "Wir wollen die Leute einfach wieder in unsere Meisterschaftsmodus integrieren."

Schnellster E1-Pilot auf der Drei-Stunden Distanz war Sven Fiebig, Luis Staltmeier, wieder mal als Doppelstarter am Samstag und Sonntag unterwegs, holte sich, wie zuletzt in Großlöbichau, auch wieder einen Doppelsieg. Arvid Meyer wiederholte seinen Erfolg von Großlöbichau, schnellster Sportpilot war Mark Ziegler. Bei den Damen sicherte sich nach längeren Durststrecke in Sachen oberstes Podium Franziska Hering den Siegerpokal. Schnellster Senior war Matthias Zill, der es als einziger Fahrer seiner Klasse auf 13 Runden brachte. In der Klasse 7 fuhr Ralf Brachmann sogar sage und schreibe vier Runden mehr, als die restlichen "älteren" Herren. Schnellstes Team waren Arne Mösch und Markus Ludwig, die ihre Klasse souverän im Griff hatten. In der Gästeklasse fuhr Simon Wesche den Sieg ein.

 

 

 

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